Sozialwahl 2023

Millionen von Haushalten haben in den letzten Tagen rote Umschläge mit Wahlzetteln erhalten, denn rund 52 Millionen Menschen sind zur Teilnahme an der Sozialwahl bis zum 31. Mai berechtigt. Obwohl sie oft im Schatten politischer Wahlen steht, ist die Sozialwahl ein Kernstück der deutschen Demokratie, da sie wichtige Entscheidungen in den Bereichen Gesundheit und Rente betrifft.

Lesezeit:

ca. 3 Minuten

Sozialwahl 2023 für Rente und Gesundheit

Inhalt

Was ist die Sozialwahl?

Die Sozialwahl gibt es seit über 70 Jahren, sie findet alle sechs Jahre statt und ist die drittgrößte Wahl in Deutschland nach der Bundestagswahl und der Europawahl. Sie ermöglicht es Versicherten und Rentnern, die Sozialparlamente der Kranken-, Pflege-, Renten- und Unfallversicherung zu wählen. Sie wählen jedoch keine Einzelpersonen, sondern Listen mit Kandidierenden.

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Wen kann ich wählen?

Bei der Sozialwahl werden die Vertreterinnen und Vertreter der Sozialparlamente in den Sozialzweigen gewählt. Hierbei stehen keine politischen Parteien zur Wahl, sondern Listen mit Kandidierenden.

Die Kandidatinnen und Kandidaten sind selbst Versicherte bei der Deutschen Rentenversicherung oder einer der fünf Krankenkassen TK, Barmer, DAK-Gesundheit, KKH und hkk. Daher kennen sie die Bedürfnisse der Wählerinnen und Wähler aus erster Hand. Je mehr Stimmen eine Liste erhält, desto mehr Sitze sichert sie sich im jeweiligen Sozialparlament. 

Wofür sind die Sozialparlamente da?

Die gewählten Sozialparlamente der Renten- und Krankenversicherungen stellen den Haushalt auf und wählen Vorstand und Geschäftsführung.  Ebenso treffen sie wichtige Grundsatzentscheidungen bei den Renten- und Krankenversicherungen. Sie sind auch in konkreten Angelegenheiten wie zum Beispiel Widersprüche von Versicherten oder Anträge auf Erwerbsminderungsrenten involviert.

Die gewählten Parlamente sorgen dafür, dass Gesundheit und Rente in Deutschland an den Bedürfnissen derer ausgerichtet werden, die es direkt betrifft.

Was ist dieses Mal anders?

Bei den Wahllisten der Krankenkassen gilt nun eine Frauenquote von mindestens 40 Prozent, auch die anderen Zweige der Sozialversicherung sind dazu angehalten, die 40-Prozent-Quote zu erreichen.
Außerdem können Versicherte in einem Modellversuch erstmals online wählen. Bei den Wahlunterlagen gibt es einen QR-Code. Dieser führt Sie nach der Scannung zur Onlinefunktion, bei der die Identität der Wähler per Versichertennummer auf der Gesundheitskarte oder mit dem Personalausweis nachgewiesen wird.

Wem gebe ich meine Stimme?

Da es keinen Wahlkampf wie bei politischen Wahlen gibt, müssen sich die Wähler selbst informieren, wofür die verschiedenen Listen stehen.
Informationen findet man in den Mitgliederzeitschriften und auf den Internetseiten der Versicherungsträger oder auf sozialwahl.de. Viele Listen haben auch eigene Internetauftritte.

Ebenfalls gibt es eine Sozialwahl-Hotline, die Sie unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 31 5 2023 werktags von 8 Uhr bis 20 Uhr erreichen können. Hier werden alle Fragen rund um die Sozialwahl 2023 und die Selbstverwaltung beantwortet.

Was passiert nach der Sozialwahl 2023?

Nach dem Wahltermin am 31. Mai beginnt die Auszählung. Listen, die mindestens fünf Prozent der gültigen Stimmen erhalten haben, werden berücksichtigt. Die Ergebnisse werden ab dem 1. Juni veröffentlicht, und die neuen Gremien müssen bis zum 31. Oktober zusammengetreten sein.

Fazit zur Sozialwahl 2023

Die Sozialwahl ist ein wichtiger Teil der demokratischen Gesellschaft in Deutschland. Es wird sichergestellt, dass die Versicherten ein Mitspracherecht haben und ihre Interessen in den Verwaltungsräten vertreten werden.

Somit bietet die Sozialwahl eine wertvolle Gelegenheit für Sie, ihre Stimme zu erheben und aktiv an der Gestaltung des Sozialversicherungssystems teilzunehmen.

Konnten wir helfen?

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