Die ultimative Lohnabrechnungs-Checkliste 2026
Lesezeit:
ca. 10 Minuten
Der Jahreswechsel bringt traditionell zahlreiche Änderungen im Bereich der Lohn- und Gehaltsabrechnung mit sich. Neue gesetzliche Vorgaben, angepasste Grenzwerte sowie organisatorische Fristen erfordern eine sorgfältige Vorbereitung.
Gerade im Januar treffen häufig mehrere Themen gleichzeitig aufeinander: Mindestlohnanpassungen, neue Beitragsbemessungsgrenzen, sozialversicherungsrechtliche Änderungen oder technische Updates im Lohnprogramm. Eine strukturierte Planung ist daher entscheidend, um Korrekturen, Rückfragen oder zeitlichen Mehraufwand zu vermeiden.
Damit Unternehmen gut vorbereitet in das Abrechnungsjahr 2026 starten können, haben wir die wichtigsten Punkte für Sie in der Lohnabrechnungs-Checkliste 2026 übersichtlich zusammengefasst.
Inhalt
Autor
Dila Beyaz, Markus Zurek
Überblick: Das sind die entscheidenden Punkte für die Lohnabrechnungs-Checkliste 2026
Programm-Update und Abrechnungsfristen Januar 2026
- Datenschutzkonforme Kommunikation
Mindestlohnerhöhung ab 01.01.2026
Umlage U1 und Erstattungssätze
Steuerfreibeträge im ELStAM-Verfahren
Jahresentgeltgrenze in der Krankenversicherung
Änderungen bei privat Krankenversicherten
Erhöhung der Entfernungspauschale
Anpassungen bei der betriebliche Altersvorsorge
Prüfung der Vollständigkeit der Mitarbeiterunterlagen
Urlaubsanspruch und Resturlaub
Im Folgenden erläutern wir drei besonders praxisrelevante Änderungen näher.
Mindestlohn 2026: Was Arbeitgeber jetzt prüfen müssen
Zum Jahresbeginn ist die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 € pro Stunde zu berücksichtigen. Für die Lohnabrechnung 2026 bedeutet das: Bestehende Arbeitsverträge und Stundenlöhne sollten rechtzeitig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
Besonders betroffen sind:
Minijobber und geringfügig Beschäftigte
Teilzeitkräfte mit Stundenlohn
Beschäftigte im Niedriglohnbereich
Praxisbeispiel: Wird ein Stundenlohn nicht angepasst, kann es zu Nachzahlungen und Korrekturen in der Sozialversicherung kommen. Eine frühzeitige Prüfung sorgt hier für Planungssicherheit.
Jahresentgeltgrenze 2026: 77.400 € als entscheidender Schwellenwert
Die Jahresentgeltgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung beträgt im Jahr 2026 77.400 €
Wusstest du schon, dass dieser Wert darüber entscheidet, ob ein Arbeitnehmer:
gesetzlich krankenversicherungspflichtig bleibt oder
in die private Krankenversicherung wechseln kann.
Was bedeutet das konkret?
Die Jahresentgeltgrenze entspricht einem monatlichen Bruttoeinkommen von 6.450 € (77.400 € ÷ 12 Monate).
Erhält ein Mitarbeiter beispielsweise zum 01.01.2026 eine Gehaltserhöhung von 6.300 € auf 6.500 € monatlich, überschreitet er damit die maßgebliche Grenze. Dadurch kann sich sein Versicherungsstatus ändern – mit Auswirkungen auf Beiträge, Arbeitgeberzuschüsse und Meldepflichten. Für Arbeitgeber ist es daher wichtig, diese Schwelle im Rahmen der Lohnabrechnung 2026 genau zu prüfen.
Entfernungspauschale 2026: 0,38 € ab dem ersten Kilometer
Für pauschal versteuerte Fahrtkostenerstattungen gilt 2026 eine Entfernungspauschale von 0,38 € ab dem ersten Kilometer.
Betroffen sind unter anderem:
Arbeitgeberzuschüsse zu Fahrtkosten
Pauschal versteuerte Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte
Dienstwagenregelungen
Was bedeutet das konkret?
Beispielrechnung:
25 km einfacher Arbeitsweg
0,38 € pro Kilometer
ergibt 9,50 € pro Arbeitstag
Bei durchschnittlich 20 Arbeitstagen im Monat:
9,50 € × 20 Tage = 190,00 € monatlich
hochgerechnet auf 12 Monate: 2.280,00 € jährlich
Schon kleine Abweichungen bei der Kilometerpauschale können somit deutliche Auswirkungen haben. Werden die entsprechenden Lohnarten nicht aktualisiert, kann dies zu fehlerhaften Berechnungen führen. Eine Anpassung sollte daher vor der ersten Abrechnung im neuen Jahr erfolgen.
Fazit: Gut vorbereitet in die Lohnabrechnung 2026 starten
Die Lohnabrechnung 2026 erfordert eine strukturierte und frühzeitige Vorbereitung. Mindestlohn, Jahresentgeltgrenze, Entfernungspauschale und weitere gesetzliche Änderungen greifen ineinander und beeinflussen die Abrechnung unmittelbar.
Wer die wichtigsten Punkte systematisch prüft, spart Zeit, vermeidet Rückfragen und reduziert das Risiko nachträglicher Korrekturen. Eine sorgfältige Vorbereitung zum Jahreswechsel zahlt sich im gesamten Abrechnungsjahr aus.
Starten Sie sicher und stressfrei in die Lohnabrechnung 2026 mit LobuOnline. Unsere Lösung unterstützt Sie bei allen gesetzlichen Änderungen, sorgt für transparente Prozesse und bietet Ihnen maximale Flexibilität im Büro und unterwegs.
Weiterführende Informationen zu den gesetzlichen Änderungen 2026 finden Sie hier: https://www.abs-rz.de/abs-akademie-alt/xcy736cdhqgdi7dzbap/
Verpassen Sie keinen unserer nächsten Blogbeiträge:
In den kommenden Wochen beleuchten wir einzelne Themen aus der Lohnabrechnung 2026 noch detaillierter – unter anderem Sozialversicherung, Urlaubsanspruch sowie technische und organisatorische Änderungen zum Jahreswechsel. Bleiben Sie informiert und begleiten Sie uns durch alle wichtigen Neuerungen rund um die Lohnabrechnung 2026.
Konnten wir helfen?
Sie haben Fragen zur Lohnabrechnung?